Magazinlayout – die sieben goldenen Regeln

 

Regel 1 – Das Raster

Chaos vermeiden

Fest verankert in einem modernen Layout: das (unsichtbare) Raster und die daraus resultierende Struktur. Saubere Rasterlinien sind unverzichtbar um an passenden Stellen das Fundament zu durchbrechen. Das Ergebnis: Dynamik in geordneten Strukturen. Folgte man früher der einfachen Regel keine unterschiedlichen Typografistile zu verwenden, so sieht das heute ganz anders aus. Viele völlig unterschiedliche Typografierichtungen innerhalb eines Layouts wechseln sich ab, sowohl Headlines als auch Bildunterschriften wechseln ihre Bedeutung. Allem zugrunde liegt, den Leser oder die Leserin so zu lenken, dass er oder sie die wichtigste Botschaft innerhalb von Sekunden wahrnimmt und die Entscheidung trifft: hier lese ich weiter. Das kann durch unterschiedliche Stilelemente passieren, Schriftgröße, Icon, Hervorhebung etc. – wichtig ist: um Hervorhebungen zu erkennen, müssen sie  in einer geordneten Struktur verankert sein.

 

Raster ordnen nicht nur das Design, sondern auch den Prozess dahinter. Sagen wir, du möchtest ein Poster für eine Vortragsreihe gestalten. Erstelle ein gutes Raster und auch wenn sich dann die Daten, Zeiten, Bilder und Farben ändern, wird sich dein grundlegendes Design immer noch vertraut anfühlen. Sofortige Einheitlichkeit und weniger Zeit beim Aktualisieren und Anpassen. Gestaltungsraster bieten auch eine gute Orientierungshilfe, wenn du in einem Team arbeitest. Jeder Designer kennt das befreiende Gefühl, das Design eines anderen zu öffnen und zu sehen, wie es einem klaren Raster folgt!